Das Ramolhaus auf einer historischen Postkarte. (c) Repro Lohmann

Kleine Chronik des DAV Hamburg und Niederelbe

Der DAV Hamburg und Niederelbe e.V. schaut auf eine lange Geschichte zurück.

 

Im Jahr 2015 wurden wir 140 Jahre.

 

Hier die wesentlichen Daten in nackter tabellarischer Form:

1875

Gründung durch 19 Bergbegeisterte als Sektion des Deutschen und Oesterreichischen

 

Alpenvereins. Gründungsvorsitzender war Dr. med. Ferdinand Arning. Schon bald wurde eine eigene Bibliothek eingerichtet; die Mitglieder kümmerten sich um das Bergführerwesen in den Bergen und um den Wegebau. Zuhause fanden Wanderungen,  Vorträge und Feste statt.

1888

Erwerb einer ersten Hütte, der Schaubachhütte im Ortlergebiet

1897

Eröffnung der Bergl-Hütte ebenfalls in der Nähe von Sulden, ebenfalls im Ortlergebiet  

1910

Gründung der separaten Sektion DAV Turner durch die Hamburger Turnerschaft von 1816 (2005 fusioniert mit der Sektion Hamburg )

1911

Gründung der separaten Sektion Niederelbe (ebenfalls 2005 fusioniert) 

1911

Gründung der Wandergruppe innerhalb der Sektion

1918

Verlust der beiden Hütten infolge des Ersten Weltkrieges

1921

Gründung einer Skigruppe als „Schneeschuhvereinigung“

 

Erwerb des auf 3006 m Höhe gelegenen Ramolhauses im Ötztal  

 

Gründung des Nordwestdeutschen Sektionenverbandes  als Interessenvertretung der norddeutschen Sektionen innerhalb des Gesamtvereins

1922

Herausgabe monatlicher Sektionsnachrichten 

1925

2.395 Mitglieder

 

Eröffnung der Talunterkunft Zwieselstein im hinteren Ötztal

 

Gründung der Bergsteigergruppe

1926 

Gründung der Jugendgruppe

1933 – 1945

In der Nazizeit wurde auch der Alpenverein „gleichgeschaltet“, das bedeutet, strikt nach  der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichtet. Auch der Hamburger Alpenverein führte den „Arierparagraphen“ ein, der die Neuaufnahme von „Nichtariern“ in den Verein ablehnte.
Zum Jubiläumsjahr 2015 veröffentlichte die Sektion Hamburg und Niederelbe eine Denkschrift, verfasst von der Historikerin Dr. Karin Thomsen, die den Umgang der Sektion mit ihren jüdischen Mitgliedern in der Zeit des Nationalsozialismus erhellt. Diese kann in der Geschäftsstelle für eine Schutzgebühr erworben werden.

1936

Gründung der Fotogruppe als Lichtbildnergruppe

1940

Erwerb des Skiheims auf der Schlossalm im Gasteiner Tal (heute Hamburger Skihütte)

1945

Verbot des Alpenvereins als nationalsozialistische Organisation durch die Alliierten

1945

Schon im November erhielt die Sektion auf Initiative des Mitgliedes Dr. Alfred Schmidt von der Besatzungsbehörde die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Tätigkeit, getragen von etwa 1.000 Mitgliedern.
Die drei Hütten hatten den Krieg überstanden.

1947

Gründung der Ortsgruppe Cuxhaven

1952

Gründung der Ortsgruppe Lüneburg (2012 mit DAV Hamburg und Niederelbe funioniert)

1973

Erwerb der Harzhütte von der Preussag AG 

1976

Gründung der Ortsgruppe Stade 

1984

Erwerb der Hohensteinhütte von der Sektion Hameln

1988

Einrichtung eines Ausschusses Kletterturms, der unter Leitung des Architekten Heinrich Simon die Möglichkeiten zum Bau eines Kletterturms in der Nähe von Hamburg erkunden sollte. 

1989

Direkt nach dem Mauerfall Kontaktnahme der Bergsteigergruppe unter Dr. Wilfried Haaks zu Bergsteigern und Wanderern in Mecklenburg-Vorpommern; gemeinsame Unternehmungen.  

90-er Jahre

Klettern an Hamburger Brücken mit Genehmigung der Baubehörde

1994

Gründung der Ortsgruppe Nordheide

2002

Eröffnung des Kletterturms

2005

Zusammenlegung der Sektionen Hamburg, Niederelbe-Hamburg. Damit verfügen wir mit der Niederelbehütte im österreichischen Verwall über 5 Hütten.

2006

Eingliederung der Sektion Turner in die Sektion Hamburg und Niederelbe Inbetriebnahme der Halle 1

2011

Einweihung der Halle 2

Die Errichtung der Kletteranlage mit insgesamt 3.800 m² Kletterfläche führte zu einem Sprung in der Mitgliederzahl – auf über 20.000 im Jahre 2015 – und gleichzeitig zu einer erheblichen Verjüngung des Durchschnittsalters.

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