Hamburger Skihütte - Jahresbericht 2006
So war das Jahr 2006 für die Hamburger Skihütte.
Die Übernachtungszahlen entsprachen in der vergangenen Saison 05/06 den Vorjahren. Daran änderte auch der sehr schneereiche Winter nicht viel. Immerhin konnte durch die Belegung mit Schulklassen während des Januarlochs etwas gegengesteuert werden.
Der Winter 06/07 begann in den ganzen Alpen ungewöhnlich schneearm. Das Skigebiet Bad Gastein hat glücklicherweise eine bessere Situation als tiefer liegende Skigebiete. So hatte die Schlossalm auch in diesem Winter genügend Schnee und ab Anfang Januar wurden auch die Talabfahrten wieder möglich. Der Hauptumsatz des Hüttenwirtes erfolgt weiterhin durch die Tagesgäste.Wer Komfort und abendlichen Kneipenbummel möchte, nimmt sein Quartier im Tal. Man kann den Pensionspreis der Hütte deshalb wegen der Konkurrenz nur moderat heraufsetzen.
Wegen der explodierten Heizölpreise hätten die Übernachtungskosten eigentlich stärker angehoben werden müssen. Doch die Konkurrenzsituation lässt diese nicht zu.
Für die Hüttengäste ist das geringere Preisniveau für Unterkunft und Essen nicht der wesentliche Entscheidungspunkt. Sie suchen und finden hier mitten im modernen Skibetrieb noch echte Hüttenatmosphäre!
Der Hüttenwirt fühlt sich für seine Hütte in starkem Maße verantwortlich und erledigt normal anfallende Instandsetzungsarbeiten oft schon von sich aus in Eigenarbeit, ohne die Sektion mit hohen Zusatzkosten zu belasten. So mussten ein Heizkörper ausgetauscht und die Abflüsse im Herrenwaschraum erneuert werden.
Auch die gesamte Außenfassade ist durch Initiative des Hüttenwirtes neu mit Schutzfarbe gestrichen worden und damit für die nächsten Jahre wettersicher.
Es stehen für die nächste Zeit einige kleinere Projekte an:
Die Personaldusche im Keller soll saniert werden und dann als zusätzliche Dusche den Hausgästen zur Verfügung stehen. Sauberkeit duldet schließlich keine Wartezeit. Die Zimmer werden durch geschickt angebrachte neue Regale aufgewertet werden, so dass sich selbst in den schmalen Zweibettkammern ein neues Raumgefühl entwickeln wird. Das Holzgeländer der Sonnenterrasse und einzelne Bodenbretter des Balkonrundgangs müssen repariert werden. Die große Holzterrasse ist durch (zig)tausende harter Skistiefel teilweise abgenutzt. Sie soll im mittleren Gehbereich durch eine stabile, rutschfeste Bodenmatte abgedeckt werden.
Unsere Hütte ist inzwischen über 70 Jahre alt. Die Kosten für ihren Erhalt haben sich dennoch bisher sehr in Grenzen gehalten.
Doch jetzt kommt nicht zuletzt auch bedingt durch den Klimawandel eine große Aufgabe auf die Sektion zu:
Die bergseitige Grundmauer der Hütte ist so stark durchfeuchtet, dass der Erhalt der Hütte gefährdet erscheint. Dafür gibt es verschiedene Ursachen:
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der sehr schneereiche Winter 05/06, dessen Schmelzwasser den Boden noch bis zum Sommer durchfeuchtete
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der ab August 06 verregnete Sommer, der den Boden weiter durchfeuchtete
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der Permafrostboden, der auch früher auch im Sommer den Boden der Hänge hielt, ist in den letzten Jahren in den Alpen auf über 2500 m angestiegen. Dieses führt bei unserer Hütte dazu, dass der Boden vom Hang her zunehmend gegen die Grundmauer der Hütte drückt.
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Damals war beim Bau des Küchentraktes nicht darauf geachtet worden, eine Art Graben zwischen Hüttenwand und Hangseite frei zu halten, der Bodendurchfeuchtung und Hangverschiebungen aufgefangen hätte.Die Hütte hat in all den Jahren der Sektion gute Einnahmen verschafft, die sie auch für anderweitige Aufgaben einsetzen konnte. Es lohnt sich, auch für die Zukunft für unsere Hamburger Skihütte zu investieren.
Es erscheint dringend notwendig, dass noch in dieser Sommersaison 2007 bergseitig die Hüttenwand auf voller Länge freigelegt wird. Der Aushub muss ins Tal abtransportiert werden (unser Grundstück endet vor der Mauer). Damit hebt man auch gleichzeitig den notwendigen Sicherheitsgraben aus. Die Grundmauer muss anschließend saniert und ein zusätzlicher Schutz davor gesetzt werden. Es werden erhebliche Kosten auf uns zukommen.
U. Roeder, Hüttenwart





